Ich bin gerade durch Zufall über ein virales Video aus dem Jahr 2007 gestoßen. Hier bekommt man eine etwas sonderbar anmutende Anleitung, wie man die ständig verknoteten Köpfhöher seines tragbaren Musikabspielers schnell und unkompliziert entknoten kann.
Beachtet werden sollte bei dieser Art der Entwirrung aber, dass man es mit den Gerüchen nicht so genau nehmen sollte.
Für mich hat der Clip eine sehr gelungene Mischung. Die Sepzial-Effekte verlaufen genau an der Grenze, an welcher die Spezies der “gemeinen Fakeschreier” ihren Lieblingsspruch lauthals in jedem Blog kund tuen, unerfahrene Video-Schauer jedoch ins Grübeln kommen würden. Auch die Thematik ist sehr polarisierend. Tierschützer gehen schreiend auf die Barrikaden und Sensibelchen verspüren wohl eher einen leichten Würgereiz.
Leider ließ sich nicht mehr herausfinden, was hier eigentlich beworben werden sollte.
Als Darnell McDonald bei seinem Homer Run beim Red Sox-Angels-Spiel ein Auto demolierte war ihm sicher nicht bewußt, dass er unfreiwillig einen viralen Werbespot für die AAA Auto Insurance schreibt. Das Drehbuch lieferte dabei der Zufall. Oder war die ganze Aktion vielleicht doch langerhand von Autoversicherer und Baseball-Star geplant? Wer weiß …
Darnell McDonald beim Abschlag
Vorbeiflug in Zeitlupe: Das Werbeschild des Autoversicherers ist perfekt zu sehen
Und volltreffer! Der Ball landet mit voller Wucht in der Heckscheibe eines Autos
Das “Viral Mashups” hervorragend funktionieren können, zeigt die Kampagne von Tipp-Ex auf Youtube. Man nehme einen also einen markanten Video-Titel und erstelle dazu ein Video in typischer Kamera-Wackel-Unscharf-Zoom-Optik. Im zweiten Schritt muss man nach Youtube-Adventure-Manier eine Entscheidung treffen: Bär erschiessen oder leben lassen. Jetzt greift die dritte virale Raketen-Stufe. Man gelangt auf eine Youtube-Fake-Seite, wie sie der eine oder andere vielleicht von den Expandables kennt. Doch damit nicht genug. An dieser Stelle wird die “Subservient Chicken”-Technologie von Burger King wieder ins Leben gerufen. “Schreibe was in den Chat und sehe was passiert”. Man muss wissen, dass diese Idee damals auch nur von einem amerikanischen Bierhersteller “gekupfert” wurde. Da durfte man allerdings zwei wenig bekleideten Damen Anweisungen über einen Chat geben. Leider ist mir die Marke entfallen und eine schnelle Google-Attacke hat auch nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht.
Wie auch immer… We’ll done Tipp-Ex!
Schritt 1: Das seltsame Video. Der Startpunkt der Kampagne
Schritt 2: Bitte entscheiden sie sich jetzt! Auch Klick-Adventures sind nichts neues auf Youtube
Schritt 3: Die Youtube-Fakeseite
Schritt 4: Wie Burger Kings "Subservient Chicken" kann man nun bestimmen wies weiter geht
Das hat sich die Marketingabteilung bei Lano Norwegen sicher anders vorgestellt. Der Gewinner des Babyfoto-Votings soll die neue Shampoo-Flasche zieren. Die Sympathien der Internetgemeinde gehören aber nicht unbedingt dem fotogensten Sprössling.
Advertainer ist eine Wortzusammensetzung aus “to advertain” und “entertainer”.
Auch wenn die Seite derzeit kaum Inhalt bietet, beschäftigen sich die Advertainer im Hintergrund fleißig mit der Kreation unterhaltsamer Werbung.
Dazu gehören zum Beispiel Werbespiele oder auch AdGames genannt. Aber auch so genannte Viral Clips oder virale Werbung lässt sich in den Bereich des Advertainments einordnen.
Wahrscheinlich sind auch sie schon einmal mit einer unserer Schöpfungen in Berührung gekommen, ohne es zu merken.